Sie stehen in der Apotheke oder surfen durch einen Online-Shop und sehen Dutzende verschiedener Zink-Dosen und wissen einfach nicht, welche Sie wählen sollen? In diesem Artikel werfen wir einen Blick hinter die chemischen Bezeichnungen und erklären Ihnen einfach, welches Zink wirklich „das Beste“ ist und warum es keinen Sinn macht, für wirkungslose Varianten Geld auszugeben.

Warum kommt es auf die Zinkform an?
Stellen Sie sich vor, Sie schlucken eine Zinktablette. Dass sie im Magen angekommen ist, bedeutet noch nicht, dass der Körper sie auch verwerten kann. Wir sprechen also von biologischer Verfügbarkeit oder Absorption.
Einige Zinkformen passieren den Verdauungstrakt nahezu unbemerkt und der Körper gewinnt nur ein Minimum daraus (z. B. 10 %). Andere Formen sind so konzipiert, dass der Körper sie „mit offenen Armen empfängt“ und ein Maximum aufnimmt (bis zu 80–90 %).
Wenn Sie die falsche Form einnehmen, werfen Sie nicht nur Geld weg, sondern können auch Ihren Magen reizen und leiden trotzdem weiterhin unter einem Mangel dieses Minerals.
Formenvergleich: Welches Zink wirkt wirklich?
Lassen Sie uns die gängigsten Zinkformen auf dem Markt in drei Kategorien einteilen: solche, die man vermeiden sollte, die goldene Mitte und die absolute Spitze.
1. Kategorie „Geldverschwendung“ (anorganische Formen)
Diese Formen findet man am häufigsten in günstigen Multivitaminen aus dem Supermarkt. Sie sind billig herzustellen, aber ihre Wirkung ist minimal.
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Zinkoxid (Zinc Oxide): Wahrscheinlich die häufigste und schlechteste Form in Nahrungsergänzungsmitteln. Die Absorption ist extrem niedrig und sie verursacht oft Übelkeit, wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen wird. Oxid gehört eher in Windelcremes als in den Magen.
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Zinksulfat (Zinc Sulfate): Ähnlich wie das Oxid hat es eine sehr geringe Absorption und ist bekannt dafür, den Magen zu reizen.
Fazit: Diese Formen sollte man besser meiden.
2. Kategorie „Goldene Mitte“ (organische Säuren)
Diese Formen sind deutlich besser als die anorganischen und für eine normale Ergänzung ausreichend, auch wenn sie nicht ganz die Spitze darstellen.
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Zinkcitrat (Zinc Citrate): Sehr beliebte Form mit guter Absorption (ca. 60 %). Reizt den Magen kaum und hat einen leicht sauren Geschmack, daher wird es oft in Lutschpastillen verwendet.
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Zinkgluconat (Zinc Gluconate): Wird häufig in Lutschpastillen gegen Erkältungen verwendet, da gezeigt wurde, dass es in dieser Form (bei Auflösung im Mund) die Krankheitsdauer effektiv verkürzt. Für die allgemeine Ergänzung des Zinkspiegels im Körper ist es ein solider Mittelwert.
Fazit: Gute Wahl, wenn Sie ein begrenztes Budget haben oder Lutschpastillen bevorzugen.
3. Kategorie „Das Beste“ (Chelatformen)
Wenn Sie die Antwort auf die Frage „Welches Zink ist das Beste?“ suchen, finden Sie sie hier.
Chelatbindung bedeutet, dass das Mineral (Zink) an eine Aminosäure gebunden ist. Diese Bindung wirkt wie ein „Trojanisches Pferd“. Der Körper liebt die Aminosäure und nimmt sie leicht auf. Durch diese Verbindung passiert das Zink geschützt den Verdauungstrakt und die Zellen nehmen es bereitwillig auf. Diese Formen sind auch am schonendsten für den Magen.
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Zinkbisglycinat (Zinc Bisglycinate): Der aktuelle König unter den Zinken. Hier ist das Zink an zwei Glycinmoleküle gebunden. Es gilt als die am besten aufnehmbare Form mit minimalem Risiko einer Magenreizung. Wenn Sie Sicherheit wollen, wählen Sie Bisglycinat.
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Zinkpicolinat (Zinc Picolinate): Zink, das an Picolinsäure gebunden ist. Langzeitstudien bestätigen seine exzellente Absorption, oft höher als bei Citraten oder Gluconaten.
Fazit: Absolute Gewinner. Für maximale Wirkung suchen Sie auf der Verpackung nach den Worten „Bisglycinat“ oder „Picolinat“.
Zusammenfassung: Wie wählt man also?
- Ich will das Beste ohne Kompromisse: Suchen Sie nach Zinkbisglycinat (Zinc Bisglycinate Chelate).
- Ich möchte hervorragende Qualität zu einem vernünftigen Preis: Zinkpicolinat ist eine ausgezeichnete Wahl.
- Ich brauche Lutschpastillen gegen Halsschmerzen: Wählen Sie Gluconat oder Citrat in Lutschform.
- Ich sehe in der Zutatenliste „Zinkoxid“: Legen Sie das Produkt zurück ins Regal.
Vergessen Sie nicht die richtige Einnahme
Die beste Form zu wählen ist der erste Schritt zum Erfolg. Der zweite Schritt ist zu wissen, wie man sie richtig einnimmt. Selbst das beste chelatgebundene Zink kann Übelkeit verursachen, wenn es zur falschen Zeit eingenommen wird oder es wird unwirksam, wenn es mit ungeeigneten Lebensmitteln kombiniert wird.
Lassen Sie sich beim Zinkkauf also nicht nur von einem niedrigen Preis oder einer schönen Verpackung verführen. Drehen Sie die Dose um und sehen Sie sich die Zutaten an. Ihr Körper wird es Ihnen für die Investition in eine hochwertige Chelatform danken.